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#SchwangerOhneGewalt

Content-Hinweis: Diese Seite thematisiert sexualisierte Gewalt. Das Lesen kann belastend oder aufwühlend sein, insbesondere, wenn du selbst Gewalt erlebt hast oder davon betroffen bist. Achte gut auf dich. Du entscheidest selbst, ob und wann du weiterlesen möchtest. Wenn du Unterstützung brauchst, wende dich an eine der auf dieser Seite aufgeführten Unterstützungsstellen.

Wenn auf Social Media immer nur die per­fek­te Schwangerschaft gefei­ert wird, blei­ben Realität, Herausforderungen und die viel­fäl­ti­gen Erfahrungen von schwan­ge­ren und gebä­ren­den Personen unsichtbar.

Lasst uns Klartext reden:

  • Schwangerschaft ist kein Hochglanz-Magazinbeitrag.
  • Geburt ist kein Fashion-Shooting.
  • Wochenbett ist nicht immer instagrammable.

Trotzdem domi­nie­ren in den sozia­len Medien oft per­fekt insze­nier­te Babybäuche, makel­lo­se Outfits und der soge­nann­te „Pregnancy Glow“. Diese Bilder kön­nen einen enor­men Druck erzeu­gen: den Druck, schön aus­zu­se­hen, glück­lich zu sein, alles im Griff zu haben und jeder­zeit zu funk­tio­nie­ren — selbst dann, wenn Körper und Psyche gera­de etwas völ­lig ande­res brauchen.

Denn Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind nicht nur Momente vol­ler Glück. Sie kön­nen auch geprägt sein von Schmerzen, Ängsten, Überforderung, Verlust und Erschöpfung. Darüber wird noch viel zu wenig gesprochen.

Fehlgeburten, uner­füll­te Kinderwünsche, postpar­ta­le Depressionen, Stillprobleme oder trau­ma­ti­sche Geburtserfahrungen blei­ben häu­fig unsicht­bar. Auch allein­er­zie­hen­de Menschen wer­den noch immer stig­ma­ti­siert und mit Erwartungen kon­fron­tiert, die ihre Realität nicht abbilden.

Ein Blick auf die Realität:

  • Etwa 10 – 15 % der Schwangeren sind ohne Partnerschaft.
  • 15 – 20 % der kli­nisch bestä­tig­ten Schwangerschaften enden in Fehlgeburten.
  • Ein Teil der Gebärenden erlebt die Geburt als trau­ma­tisch und ent­wi­ckelt psy­chi­sche Belastungen oder Traumafolgen.
  • Postpartale Depressionen betref­fen einen rele­van­ten Anteil der Frauen nach der Geburt.
  • Viele Frauen erle­ben Stillprobleme – beson­ders in den ers­ten Wochen nach der Geburt.

Wir brau­chen mehr Ehrlichkeit statt Idealbilder.

#PregnancyMarketing darf nicht zusätz­li­chen Druck erzeu­gen, son­dern muss kri­tisch hin­ter­fragt wer­den.
#RealPregnancy zeigt: Jede Schwangerschaft ist ein­zig­ar­tig.
#BirthPositivity und #BirthTrauma brau­chen glei­cher­ma­ßen Raum.
#MomShaming muss auf­hö­ren.
#BabyLoss darf kein Tabuthema blei­ben.
#PregnancyIsNotSexy – Schwangerschaft ist kein Lifestyle-Accessoire. Sie ist ech­tes Leben.

Wir brau­chen die schö­nen Geschichten und die schwierigen.

Lasst uns Frauen nicht für eine per­fek­te Fassade fei­ern, son­dern für ihre Realität, ihre Erfahrungen und ihre Stärke — in all ihren Facetten.

Autorin: Verena Arps-Roelle

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