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#SchwangerOhneGewalt

Content-Hinweis: Diese Seite thematisiert sexualisierte Gewalt. Das Lesen kann belastend oder aufwühlend sein, insbesondere, wenn du selbst Gewalt erlebt hast oder davon betroffen bist. Achte gut auf dich. Du entscheidest selbst, ob und wann du weiterlesen möchtest. Wenn du Unterstützung brauchst, wende dich an eine der auf dieser Seite aufgeführten Unterstützungsstellen.

Personen von hinten fotografiert, Arme umeinander gelegt, eine trägt eine Fransenjacke, eine Kamera hängt an einem Trageriemen, Schwarz-Weiß-Fotografie

Betroffene. Angehörige. Interessierte.

Egal, ob du selbst etwas erlebt hast, jeman­den beglei­test oder ein­fach wis­sen willst, wie du dich ein­brin­gen kannst: Hier fin­dest du den Einstieg, der zu dir passt. Kompakt als Flyer oder aus­führ­li­cher als Handout. 

Flyer #SchwangerOhneGewalt Betroffene
Flyer #SchwangerOhneGewalt Angehörige

Für Betroffene: Du fragst dich, ob das, was du erlebt hast, Gewalt war?

Vielleicht kennst du Situationen wie:

  • Dein „Nein“ wur­de übergangen.
  • Deine Wünsche oder Grenzen wur­den nicht ernst genommen.
  • Du hast dich aus­ge­lie­fert, beschämt oder ent­mensch­licht gefühlt.
  • Du hat­test das Gefühl, nicht mit­ent­schei­den zu dürfen.
  • Dein Körper hat reagiert – zum Beispiel durch Erstarren, Rückzug, Angst oder Flashbacks.
  • Du fragst dich bis heu­te: „War das wirk­lich in Ordnung?“

Wenn du dich dar­in wie­der­erkennst: Deine Wahrnehmung ist wich­tig. Deine Erfahrung ver­dient Anerkennung. Du hast das Recht auf Unterstützung, Austausch und Hilfe. Du musst nichts bewei­sen, um ernst genom­men zu werden. 

Noch mehr Informationen liest du in unse­rem Handout.

Für Angehörige: Wie kann ich unterstützen?

Menschen, die Gewalt oder Grenzverletzungen erlebt haben, brau­chen vor allem eines: Sicherheit und Anerkennung.

Das kannst du tun:

  • Höre zu, ohne zu bewerten.
  • Glaube der betrof­fe­nen Person und stel­le ihre Wahrnehmung nicht infrage.
  • Frage nicht nach Details, die die Person nicht frei­wil­lig erzäh­len möchte.
  • Dränge nicht zu Entscheidungen, Anzeigen oder Konsequenzen.
  • Respektiere das Tempo und die Bedürfnisse der betrof­fe­nen Person.

Du musst nicht alle Antworten haben. Oft ist das Wichtigste: da sein, zuhö­ren und ver­mit­teln:
„Ich glau­be dir. Du bist nicht allein.“

Biete kon­kre­te Unterstützung an, zum Beispiel:

  • Begleitung zu Terminen
  • Unterstützung bei der Suche nach Beratungsstellen
  • Hilfe bei orga­ni­sa­to­ri­schen Dingen
  • gemein­sa­mes Informieren über Rechte und Möglichkeiten

Noch mehr Informationen liest du in unse­rem Handout.

Für Interessierte: Was kann ich tun?

Du musst nicht selbst betrof­fen sein, um Haltung zu zei­gen. Sexualisierte Gewalt in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ent­ste­hen auch durch gesell­schaft­li­che Erwartungen, Machtverhältnisse und Strukturen. Veränderung beginnt dort, wo wir hin­se­hen, zuhö­ren und Verantwortung übernehmen.

Das kannst du kon­kret tun:

  • Sprich über das Thema und mache Grenzverletzungen sichtbar.
  • Widersprich, wenn Gewalt oder Abwertung ver­harm­lost werden.
  • Teile Informationen und unse­re Materialien.
  • Nutze unse­re Handouts zur Aufklärung und Sensibilisierung.
  • Unterstütze unse­re Kampagnen und Aktionen.
  • Frag in Kliniken, Praxen und Institutionen nach Schutzkonzepten und Beschwerdewegen.
  • Setze dich dafür ein, dass Selbstbestimmung, Respekt und Würde selbst­ver­ständ­lich werden.

Nicht Schweigen schützt. 
Hinschauen, Zuhören und Handeln verändern.

Nicht sicher, wo du hingehörst?

Das musst du nicht allein her­aus­fin­den. Schreib uns — wir hel­fen dir wei­ter und fin­den gemein­sam den rich­ti­gen Weg. Ohne Umwege, ohne Bewertung.

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